Verleihung der Silbernen Stimmgabel

 

 

 

 

 

 

 

Landesmusikrat NRW ehrt Prof. Karl Karst 

Der Landesmusikrat NRW hat Prof. Karl Karst am 25. Januar 2020 die Ehren-Auszeichnung der „Silbernen Stimmgabel“ für seine Verdienste um das Musikleben in NRW verliehen. Damit würdigte der Landesmusikrat NRW seinen über 20-jährigen Einsatz für die Musik und Kultur des Landes. Oliver Keymis, Vizepräsident des Landtags NRW und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Landtags NRW, hob in seiner Laudatio auch die besondere Rolle seines Engagements für das Hören hervor: „In der nordrhein-westfälischen Szene sprach man in den späten 1990er Jahren von ihm, als er im Stadtgarten eine viel beachtete Veranstaltungsreihe kuratierte und moderierte, das „HEAR.ing“. Abwechselnd mit Michael Rüsenberg konfrontierte er sein Publikum mit allen Varianten des artifiziellen Hörens, vom avancierten Hörspiel über kunstvolle Radiodokumentationen bis zur Akustischen Kunst. Diese Reihe war etwas Besonderes, denn sie gewann durch ihren Ort, den Stadtgarten, das große Stammpublikum der Kölner Improvisierten Musik für das Hören schlechthin. Man erzählt von ihr bis heute.“(Die vollständige Laudatio: hier) In seiner Dankesrede legte Karl Karst den Festgästen die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ans Herz: „Ich möchte meine kurze Dankesrede nicht dazu benutzen, vor Ihnen mein ganzes Berufsleben auszubreiten! Ich möchte die Gelegenheit vielmehr dazu nutzen, Ihnen etwas ans Herz zu legen, was mir persönlich ganz besonders wichtig ist – und manchen Anwesenden hoffentlich auch: Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.Viele, mich selbst eingeschlossen, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten darin geübt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Redaktionen konstruktiv von innen oder von außen zu kritisieren. So, wie man einen guten Freund selbstverständlich kritisieren kann, um ihn nach vorne zu bringen und zu verbessern.Heute ist die Situation eine vollkommen andere! Heute wird jede noch so kleine Kritik, jede Verfehlung und jede Panne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sofort und unerbittlich zu einem Skandal mit vielfach reflektierendem Medienecho multipliziert.“ (Die vollständige Dankesrede: hier) 

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